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Alltag nach dem Krieg. Die Postkonfliktgesellschaft in Bosnien und Herzegowina am Fallbeispiel Prijedor.
Brenner, Manuela (2019) Alltag nach dem Krieg. Die Postkonfliktgesellschaft in Bosnien und Herzegowina am Fallbeispiel Prijedor. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 14 Nov 2019 08:08
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.41035
Zusammenfassung (Deutsch)
Mit der vorliegenden Arbeit nehme ich das so oft negativ gezeichnete Bild der Postkonfliktgesellschaft in Bosnien und Herzegowina kritisch unter die Lupe. Es soll weder auf Biegen und Brechen widerlegt, noch unhinterfragt gänzlich zugestimmt, sondern hinterfragt werden. Kann ein positiverer Blick auf die Nachkriegszeit geworfen werden und wenn ja, in welcher Hinsicht? Oder ist der Trend der ...
Mit der vorliegenden Arbeit nehme ich das so oft negativ gezeichnete Bild der Postkonfliktgesellschaft in Bosnien und Herzegowina kritisch unter die Lupe. Es soll weder auf Biegen und Brechen widerlegt, noch unhinterfragt gänzlich zugestimmt, sondern hinterfragt werden. Kann ein positiverer Blick auf die Nachkriegszeit geworfen werden und wenn ja, in welcher Hinsicht? Oder ist der Trend der Entwicklung in der Tat rückwärtsgewandt, sprich hin zum Nationalismus? Wenn der negativen Darstellung nicht widersprochen werden kann, welche (weiteren) Gründe sind dafür zu nennen?
Um dem nachzugehen und Antworten auf meine Fragen zu finden, interessiert mich der Alltag der Menschen in Bosnien und Herzegowina in der Zeit nach Kriegsende bis heute. Wie beschreiben die Bewohner den Postkonflikt-Alltag? Was beschäftigt(e) die Menschen? Welche Themen, Bereiche und Akteure zeigen Tagesrelevanz? Gibt es welche, die entgegen meiner Annahme in den Hintergrund treten? Welche Missstände prangert die Bevölkerung an und werden positive Entwicklungen genannt? Nicht zuletzt soll im Anschluss daran erörtert werden, welche Schlüsse aus den Beschreibungen gezogen werden können.
Nach mehreren Feldforschungsaufenthalten sowie der Einbeziehung von wissenschaftlichen Abhandlungen zu Postkonfliktgesellschaften, zeichneten sich Themen ab, woraus wiederum weitere Fragen, denen weitgehend die Struktur des Kapitels unterliegt, entstanden: Welche Relevanz weisen die Kriege auf? Welche Rolle spielt juristische Aufarbeitung, welchen Platz nimmt Erinnerung ein und wie positioniert sich die Folgegeneration? Inwiefern zeigt Ethnizität (noch) Bedeutung?
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
With this study, I take a critical look at the often negatively drawn picture of the post-conflict society in Bosnia and Herzegovina. It it is neither my intention to refute, nor fully approve the picture, but to question it. Can a more positive view of the post-war period be drawn and if so, in which way? Or is the trend of development in fact backwards, that is, towards nationalism? If the ...
With this study, I take a critical look at the often negatively drawn picture of the post-conflict society in Bosnia and Herzegovina. It it is neither my intention to refute, nor fully approve the picture, but to question it. Can a more positive view of the post-war period be drawn and if so, in which way? Or is the trend of development in fact backwards, that is, towards nationalism? If the negative representation can not be contradicted, which (further) reasons should be mentioned?
To investigate and find answers to my questions, I am interested in the daily lives of people in Bosnia and Herzegovina in the period after the end of the war until today. How do the inhabitants describe the post-conflict everyday life? What is the concern of people? Which topics, areas and actors are relevant to the day? Are there any that, contrary to my assumption, take a back seat? Which problems and/or positive developments are mentioned? It will then be discussed which conclusions can be drawn from the findings.
After several conducted field research trips as well as the inclusion of academic papers on postconflict societies, topics emerged, from which in turn further questions, to which the structure of the chapter is largely subject, emerged: What is the relevance of the wars? What role does legal work play, which place does memory occupy and how does the next generation position itself? To what extent does ethnicity (still) mean meaning?
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 2019 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Ulf Brunnbauer |
| Tag der Prüfung | 6 Februar 2018 |
| Institutionen | Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften > Institut für Geschichte > Geschichte Ost- und Südosteuropas - Prof. Dr. Ulf Brunnbauer |
| Stichwörter / Keywords | Postkonfliktgesellschaft, Bosnien und Herzegowina, Prijedor Gedächtnis und Erinnerungskultur, Juristische Aufarbeitung, Opferkonkurrenzen, Junge Generation |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 900 Geschichte und Geografie > 900 Geschichte |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-410358 |
| Dokumenten-ID | 41035 |
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