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Gegenfurtner, Andreas ; Gebhardt, Markus

Sexualpädagogik der Vielfalt: Ein Überblick über empirische Befunde

Gegenfurtner, Andreas und Gebhardt, Markus (2018) Sexualpädagogik der Vielfalt: Ein Überblick über empirische Befunde. Zeitschrift für Pädagobik 64 (3), S. 379-393.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 06 Aug 2020 10:58
Artikel
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.43589


Zusammenfassung

Die Diskussion über eine "Sexualpädagogik der Vielfalt" im Bildungsplan an Schulen ist kontrovers und polarisierend. Befürworter*innen und Gegner*innen werfen sich gegenseitig vor, ihre Thesen pro bzw. contra lesbischer, schwuler, bisexueller, trans- und intersexueller (LSBTI*) Themen in der Sexualbildung seien empirisch kaum begründet. Als Beitrag zu dieser Diskussion bietet der Artikel einen ...

Die Diskussion über eine "Sexualpädagogik der Vielfalt" im Bildungsplan an Schulen ist kontrovers und polarisierend. Befürworter*innen und Gegner*innen werfen sich gegenseitig vor, ihre Thesen pro bzw. contra lesbischer, schwuler, bisexueller, trans- und intersexueller (LSBTI*) Themen in der Sexualbildung seien empirisch kaum begründet. Als Beitrag zu dieser Diskussion bietet der Artikel einen aktuellen evidenzbasierten Überblick über die empirische Forschungslage. Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass 1) Sexualpädagogik den Beginn der Aufnahme sexueller Aktivität nicht beschleunigt, sondern häufig eher verzögert, 2) LSBTI*-Inhalte im Unterricht die sexuelle Orientierung von Jugendlichen nicht ändert, und 3) eine Akzeptanz sexueller Vielfalt und geschlechtlicher Identitäten helfen kann, Kinder und Heranwachsende vor homo- und transphobem Bullying an Schulen zu schützen.
Discussions about whether schools should educate children about lesbian, gay, bi-, trans- and intersexual (LSBTI*) issues are controversial and polarising. Both proponents and opponents of inclusive sex education claim that arguments often lack empirical support. The present paper aims to contribute to this discussion by offering an evidence-based review of recent empirical research. The findings indicate, first, that sex education tends to delay (not accelerate) the initiation of sexual activity among adolescents, second, educating children about LSBTI* issues does not change children´s sexual orientation, and third, awareness and acceptance of sexual diversity and gender identity can help protect children against homophobic and transphobic bullying in schools.



Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartArtikel
Titel eines Journals oder einer ZeitschriftZeitschrift für Pädagobik
Verlag:Beltz Juventa
Band:64
Nummer des Zeitschriftenheftes oder des Kapitels:3
Seitenbereich:S. 379-393
Datum2018
InstitutionenHumanwissenschaften > Institut für Bildungswissenschaft > Lehrstuhl für Lernbehindertenpädagogik einschließlich inklusiver Pädagogik - Prof. Dr. Markus Gebhardt
Identifikationsnummer
WertTyp
10.3262/ZP1803379DOI
Stichwörter / KeywordsSexualpädagogik, sexuelle Orientierung, Homosexualität, Diversität, Schule
Dewey-Dezimal-Klassifikation300 Sozialwissenschaften > 370 Erziehung, Schul- und Bildungswesen
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenNein
Dokumenten-ID43589

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