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Ristić, Irena

Befreiung und Vereinigung: Die Ideologie der serbischen politischen Eliten zwischen 1878 und 1918

Ristić, Irena (2022) Befreiung und Vereinigung: Die Ideologie der serbischen politischen Eliten zwischen 1878 und 1918. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 18 Okt 2022 07:35
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.52901


Zusammenfassung (Deutsch)

Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die politische Idee der Befreiung und Vereinigung aller Serben in einem Staat, und welche Bedeutung diese für die politische Elite Serbiens zwischen 1878 und 1914 hatte. Dabei werden auf einer Ebene Regierungserklärungen, Parteiprogramme sowie exemplarisch das Leben und Wirken dreier Angehöriger der serbischen politischen Eliten daraufhin untersucht, welche ...

Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die politische Idee der Befreiung und Vereinigung aller Serben in einem Staat, und welche Bedeutung diese für die politische Elite Serbiens zwischen 1878 und 1914 hatte. Dabei werden auf einer Ebene Regierungserklärungen, Parteiprogramme sowie exemplarisch das Leben und Wirken dreier Angehöriger der serbischen politischen Eliten daraufhin untersucht, welche Wichtigkeit diesem politischen Ziel jeweils beigemessen wurde. Auch wird dem nachgegangen inwiefern diese Absichten ideologisch und/oder durch im serbischen Volk über einen längeren historischen Zeitraum präsente Institutionen (die Serbisch-Orthodoxe Kirche, die Zadruga) geformt wurden. Gleichzeitig wird auf einer zweiten Ebene durch die Arbeit hindurch die politische Kultur Serbiens bis 1914 dargestellt und die in der Forschung dominante These von der Existenz klarer Dichotomien in der serbischen Elite und Gesellschaft (prowestlich vs. antiwestlich, proösterreichisch vs. prorussisch, modern vs. traditionell, liberal vs. populistisch) kritisch hinterfragt. Statt von diesen Dichotomien als von einem festen und unüberwindbaren Bestandteil der serbischen politischen Kultur auszugehen, beabsichtigt diese Arbeit zu zeigen wie sehr bestimmte politische Ideen und Ziele einer oszillierenden Popularität unterliegen, funktional und situativ für politische Mobilisierung eingesetzt werden, außenpolitisch bedingt sind und somit für das Verständnis der serbischen Gesellschaft insgesamt eher nicht adäquat sind.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

This dissertation focuses on the idea of the liberation and unification of all Serbs and its significance for the Serbian political elite between 1878 and 1914. On one level it examines government declarations, party programs and the life and achievements of three notable members of the Serbian political elite and traces what importance was assigned to this political goal in each case. It also ...

This dissertation focuses on the idea of the liberation and unification of all Serbs and its significance for the Serbian political elite between 1878 and 1914. On one level it examines government declarations, party programs and the life and achievements of three notable members of the Serbian political elite and traces what importance was assigned to this political goal in each case. It also looks to what extent these intentions of unification were determined ideologically and/or by institutions that have been present in the life of Serbian people over a longer historical period (the Serbian Orthodox Church, the zadruga). At the same time, on a second level, this work pictures the political culture of Serbia up to 1914 and critically questions the dominant thesis of the existence of clear dichotomies within the Serbian political elite and society (pro-Western vs. anti-Western, pro-Austrian vs. pro-Russian, modern vs. traditional, liberal vs. populist). Instead of taking these dichotomies for granted and considering them as a constant and inveterate part of the Serbian political culture, this work aims to show how political ideas and goals are exposed to an oscillating popularity, that they are often situational and functionally (mis)used for political mobilization, not rarely conditioned by foreign policy and consequently for the overall understanding of the Serbian society as a whole rather inadequate.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum18 Oktober 2022
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Ulf Brunnbauer
Tag der Prüfung31 Januar 2017
InstitutionenPhilosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften > Institut für Geschichte
Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften > Institut für Geschichte > Geschichte Ost- und Südosteuropas - Prof. Dr. Ulf Brunnbauer
Stichwörter / KeywordsSerbien, politische Elite, Ideologie, Dichotomie Russland vs. Westen, Regierungserklärungen, Parteiprogramme
Dewey-Dezimal-Klassifikation900 Geschichte und Geografie > 900 Geschichte
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-529017
Dokumenten-ID52901

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