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Achatz, Magdalena

Systematischer Vergleich verschiedener Patientencharakteristika am Tinnituszentrum Regensburg

Achatz, Magdalena (2024) Systematischer Vergleich verschiedener Patientencharakteristika am Tinnituszentrum Regensburg. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 11 Nov 2024 10:14
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.59531


Zusammenfassung (Deutsch)

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass derzeit trotz des hohen Bedarfs an neuen vielversprechenden Interventionen, sowie der starken gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Belastung, keine anerkannte Methode für eine Remission des chronischen Tinnitus existiert. Der Großteil der verfügbaren Behandlungen, die auch in dieser Arbeit vorgestellt werden, verfolgt eher das Ziel, psychische ...

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass derzeit trotz des hohen Bedarfs an neuen vielversprechenden Interventionen, sowie der starken gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Belastung, keine anerkannte Methode für eine Remission des chronischen Tinnitus existiert. Der Großteil der verfügbaren Behandlungen, die auch in dieser Arbeit vorgestellt werden, verfolgt eher das Ziel, psychische Folgen des Tinnitus abzumildern, als das Phantomgeräusch und seine Lautstärke an sich als therapeutischen Fokus ins Auge zu fassen. Mögliche Hindernisse in der Tinnitusforschung könnten dabei die im Einleitungsteil angeführten stark schwankenden Prävalenzen, unterschiedliche Definitionen eines Tinnitus oder das Vorliegen zahlreicher Subformen mit entsprechender individueller Herangehensweise darstellen. Zudem ist die fehlende Objektivierbarkeit und die teilweise immer noch ungeklärten pathophysiologischen Entstehungsmechanismen problematisch.
"Unification of treatments and interventions for Tinnitus Patients - Randomized Cinical Trial" stellt einen guten Ansatz dafür da, die Heterogenität des Symptoms Tinnitus genauer zu verstehen. Die Studie hat es sich zum Ziel gesetzt, definierte Prädiktoren für eine erfolgreiche Behandlung zu entwickeln und ein elektronisches Entscheidungsunterstützungssystem zu etablieren, damit eine personalisierte Herangehensweise an den spezifischen Tinnitus des individuellen Patienten möglich wird.
Durch den systematischen Vergleich der Regensburger UNITI-Teilnehmer mit bisherigen Patienten des Tinnituszentrums Regensburg hinsichtlich personen- und tinnitusrelevanten Faktoren kann die vorliegende Arbeit einen Hinweis darauf geben, dass die UNITI-Stichprobe in der Mehrzahl der Kriterien ausreichend Repräsentativität für eine Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Tinnituspatienten, die sich üblicherweise am Tinnituszentrum Regensburg vorstellt, bietet und aussagekräftige Erkenntnisse über das Ansprechen der dabei eingesetzten Therapien liefern kann.
Somit erfüllt die UNITI-Studie die Anforderungen dafür, einen entscheidenden Beitrag zu einem modernen Verständnis und zielführenden Umgang mit dem Tinnitus zu leisten.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

In summary, despite the great need for promising new interventions and the heavy social and economic burden, there is currently no recognized method for achieving remission of chronic tinnitus. The majority of available treatments, which are also presented in this paper, aim to mitigate the psychological consequences of tinnitus, rather than targeting the phantom sound and its loudness as a ...

In summary, despite the great need for promising new interventions and the heavy social and economic burden, there is currently no recognized method for achieving remission of chronic tinnitus. The majority of available treatments, which are also presented in this paper, aim to mitigate the psychological consequences of tinnitus, rather than targeting the phantom sound and its loudness as a therapeutic focus. Possible obstacles in tinnitus research could be the strongly fluctuating prevalence rates mentioned in the introduction, different definitions of tinnitus or the existence of numerous subtypes with corresponding individual approaches. In addition, the lack of objectifiability and the still partially unexplained pathophysiological mechanisms are problematic.
"Unification of treatments and interventions for Tinnitus Patients - Randomized Cinical Trial" represents a good approach to understanding the heterogeneity of the symptom of tinnitus more precisely. The study aims to develop defined predictors for successful treatment and to establish an electronic decision support system to enable a personalized approach to the specific tinnitus of the individual patient.
By systematically comparing the Regensburg UNITI participants with previous patients of the Tinnitus Center Regensburg with regard to personal and tinnitus-relevant factors, the present study can provide an indication that the UNITI sample is sufficiently representative in the majority of criteria for the transferability of the results to other tinnitus patients who usually present at the Tinnitus Center Regensburg and can provide meaningful insights into the response of the therapies used.
The UNITI study thus fulfills the requirements for making a decisive contribution to a modern understanding and targeted treatment of tinnitus.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum11 November 2024
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Winfried Schlee
Tag der Prüfung21 Oktober 2024
InstitutionenMedizin > Lehrstuhl für Psychiatrie und Psychotherapie
Stichwörter / KeywordsTinnitus, UNITI, Tinnituszentrum Regensburg
Dewey-Dezimal-Klassifikation100 Philosophie und Psychologie > 150 Psychologie
600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 610 Medizin
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-595316
Dokumenten-ID59531

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