Cognitive control describes the key human ability to override dominant action tendencies to achieve current goals. In everyday life, this often requires flexible adjustments to changing demands and switching between different tasks. Effectively managing these instances of cognitive flexibility is perceived as effortful. Generally, people tend to avoid wasting effort. Therefore, economic ...
Zusammenfassung (Englisch)
Cognitive control describes the key human ability to override dominant action tendencies to achieve current goals. In everyday life, this often requires flexible adjustments to changing demands and switching between different tasks. Effectively managing these instances of cognitive flexibility is perceived as effortful. Generally, people tend to avoid wasting effort. Therefore, economic approaches based on cost-benefit analyses may provide an explanation for the decision to switch voluntarily. Alternatively, the associative learning account of cognitive flexibility states that learned associations can automatically trigger flexibility. The present dissertation project aimed at investigating the evidence for both accounts to better understand the reasons to switch between tasks. First, we explored the economic role of the individual task-switching ability and introspection about this ability (Study 1). People who (think they) are better at switching, may be more inclined to do so. Second, we took a closer look at the costs of switching by disentangling the effort costs and temporal costs of a task switch (Study 2). People may avoid task switches simply because switching takes time. Last, we thoroughly tested the associative learning account of cognitive flexibility by associating simple task-irrelevant cues with cognitive flexibility (Study 3). The learned cues may automatically trigger the associated flexibility. In line with an economic perspective, the results of Study 1 and Study 2 showed that individuals take their ability and associated temporal costs into account when deciding to switch. Critically, in Study 3, associative learning using task-irrelevant cues did not reduce the general avoidance of task switches. Task-relevant experiences appear to be necessary to give us a valid reason to switch. In sum, the present studies provide a deeper insight into effort-based decision-making and associative learning. The decision to switch is strongly guided by economic cost-benefit analyses. Therefore, this project provides a promising foundation for future research by highlighting the link between cognitive effort and flexibility.
Übersetzung der Zusammenfassung (Deutsch)
Kognitive Kontrolle beschreibt die zentrale menschliche Fähigkeit, dominante Handlungstendenzen zu überschreiben, um aktuelle Ziele zu erreichen. Im Alltag erfordert dies oft flexible Anpassungen an wechselnde Anforderungen und den Wechsel zwischen verschiedenen Aufgaben. Die effektive Bewältigung dieser kognitiven Flexibilität wird als anstrengend empfunden. Im Allgemeinen neigen Menschen dazu, ...
Übersetzung der Zusammenfassung (Deutsch)
Kognitive Kontrolle beschreibt die zentrale menschliche Fähigkeit, dominante Handlungstendenzen zu überschreiben, um aktuelle Ziele zu erreichen. Im Alltag erfordert dies oft flexible Anpassungen an wechselnde Anforderungen und den Wechsel zwischen verschiedenen Aufgaben. Die effektive Bewältigung dieser kognitiven Flexibilität wird als anstrengend empfunden. Im Allgemeinen neigen Menschen dazu, die Verschwendung von Anstrengung zu vermeiden. Daher könnten ökonomische Ansätze, die auf Kosten-Nutzen-Analysen beruhen, eine Erklärung für die Entscheidung für freiwilliges Wechsel liefern. Alternativ dazu besagt der Ansatz des assoziativen Lernens kognitiver Flexibilität, dass gelernte Assoziationen automatisch Flexibilität auslösen können. Ziel des vorliegenden Dissertationsprojekts war es, die Evidenz für beide Erklärungsansätze zu untersuchen, um die Gründe für den Wechsel zwischen Aufgaben besser zu verstehen. Zunächst untersuchten wir die ökonomische Rolle der individuellen Wechselfähigkeit und der Introspektion in diese Fähigkeit (Studie 1). Menschen, die (glauben, dass sie) besser in der Lage sind, zwischen Aufgaben zu wechseln, machen dies möglicherweise häufiger freiwillig. Zweitens betrachteten wir die Kosten eines Wechsels genauer, indem wir die Anstrengungskosten und die zeitlichen Kosten eines Aufgabenwechsels trennten (Studie 2). Möglicherweise vermeiden Menschen Aufgabenwechsel einfach deshalb, weil Wechseln Zeit kostet. Schließlich überprüften wir den Ansatz des assoziativen Lernens kognitiver Flexibilität, indem wir einfache, aufgabenirrelevante Hinweise mit kognitiver Flexibilität assoziierten (Studie 3). Die erlernten Hinweise sollten automatisch die damit verbundene Flexibilität auslösen. Im Einklang mit einer ökonomischen Perspektive zeigten die Ergebnisse von Studie 1 und Studie 2, dass Personen ihre Fähigkeiten und die damit verbundenen zeitlichen Kosten berücksichtigen, wenn sie sich für einen Wechsel entscheiden. Außerdem zeigte Studie 3, dass assoziatives Lernen mit aufgabenirrelevanten Hinweisen die generelle Vermeidung von Aufgabenwechseln nicht reduziert. Aufgabenrelevante Erfahrungen scheinen notwendig zu sein, um uns einen triftigen Grund für Wechsel zu geben. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die vorliegenden Studien einen tieferen Einblick in anstrengungsbasierte Entscheidungsfindung und assoziatives Lernen geben. Die Entscheidung für einen Wechsel wird stark von ökonomischen Kosten-Nutzen-Analysen geleitet. Daher bietet dieses Projekt eine vielversprechende Grundlage für künftige Forschungen, indem es den Zusammenhang zwischen kognitiver Anstrengung und Flexibilität hervorhebt.