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Milotová, Kateřina

Subjekt in Infinitivkonstruktionen: Infinitive Konditionalsätze im Tschechischen

Milotová, Kateřina (2026) Subjekt in Infinitivkonstruktionen: Infinitive Konditionalsätze im Tschechischen. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 10 Feb 2026 09:49
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.78510


Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel: Diese Arbeit setzt sich mit den tschechischen Konditionalsatzgefügen auseinander, deren Antezedens als asyndetischer Infinitivsatz realisiert wird. Diese infinitiven Konditionalsätze (IKS) stellen eine funktionale Alternative zu finiten syndetischen Konditionalsätzen dar und zeichnen sich durch distinktive Merkmale aus – insbesondere durch das Fehlen der einleitenden Konjunktion, die ...

Ziel: Diese Arbeit setzt sich mit den tschechischen Konditionalsatzgefügen auseinander, deren Antezedens als asyndetischer Infinitivsatz realisiert wird. Diese infinitiven Konditionalsätze (IKS) stellen eine funktionale Alternative zu finiten syndetischen Konditionalsätzen dar und zeichnen sich durch distinktive Merkmale aus – insbesondere durch das Fehlen der einleitenden Konjunktion, die Initialposition des Infinitivs sowie die Oberflächenrealisierung des Subjekts im Infinitivsatz. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die IKS und deren konstitutive Bestandteile detailliert zu analysieren und eine theoretische Deutung ihrer Eigenschaften zu liefern.

Methodologischer Ansatz: Die empirische Datenerhebung stützte sich auf digitale Korpora (konkret SYN2005 des Tschechischen Nationalkorpus „Český národní korpus“). Methodisch grenzt sich die Arbeit von der Generativen Grammatik ab und nutzt stattdessen als Forschungsansatz die Konstruktionsgrammatik. Im Rahmen der Auswertung wurden die identifizierten Konstruktionen nach ihrer Frequenz kategorisiert und hinsichtlich verschiedener Faktoren detailliert untersucht. Die Modellierung der Konstruktionen erfolgte entsprechend ihrem Abstraktionsgrad und wurde zur besseren Anschaulichkeit mittels der sog. Kästchen-Notation visualisiert.

Ergebnisse: Die detaillierte empirische Analyse der untersuchten IKS konnte drei relativ abstrakte schematische Konstruktionen identifizieren. Es konnte nachgewiesen werden, dass diese als autonome Einheiten nebeneinander existieren und nicht voneinander ableitbar sind. Sie sind aber durch gemeinsame Merkmale innerhalb eines gemeinsamen Netzwerks miteinander verbunden. Diese Ergebnisse erlauben Rückschlüsse auf die Struktur des mentalen Lexikons und legen nahe, dass das Sprachwissen der tschechischen Sprachgemeinschaft im Sinne eines gebrauchsbasierten Modells als komplexes Geflecht von Konstruktionen organisiert ist.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

Purpose: This paper examines Czech conditional clauses in which the antecedent is realized as an asyndetic infinitive clause. These infinitive conditional clauses (ICS) represent a functional alternative to finite syndetic conditional clauses and are characterized by distinctive features—notably the absence of an introductory conjunction, the initial position of the infinitive, and the surface ...

Purpose: This paper examines Czech conditional clauses in which the antecedent is realized as an asyndetic infinitive clause. These infinitive conditional clauses (ICS) represent a functional alternative to finite syndetic conditional clauses and are characterized by distinctive features—notably the absence of an introductory conjunction, the initial position of the infinitive, and the surface realization of the subject within the infinitive clause. The aim of this paper is to analyze ICS and their constitutive components in detail and to provide a theoretical interpretation of their properties.“

Methodological approach: Empirical data collection was based on digital corpora (specifically SYN2005 from the Czech National Corpus “Český národní korpus”). Methodologically, the work distinguishes itself from generative grammar and instead uses construction grammar as its research approach. As part of the evaluation, the identified constructions were categorized according to their frequency and examined in detail with regard to various factors. The constructions were modeled according to their degree of abstraction and visualized using box notation for greater clarity.

Results: Detailed empirical analysis of the ICS examined identified three relatively abstract schematic constructions. It was demonstrated that these exist alongside each other as autonomous units and cannot be derived from one another. However, they are connected by common features within a shared network. These results allow conclusions to be drawn about the structure of the mental lexicon and suggest that the linguistic knowledge of the Czech language community is organized as a complex network of constructions in the sense of a usage-based model.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum10 Februar 2026
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Marek Nekula
Tag der Prüfung16 Februar 2023
InstitutionenSprach- und Literatur- und Kulturwissenschaften > Institut für Slavistik > Lehrstuhl für slawistische slavische Philologie | Sprach- und Kulturwissenschaft (Prof. Dr. Björn Hansen)
Stichwörter / KeywordsSubjekt, Infinitiv, Konstruktion
Dewey-Dezimal-Klassifikation400 Sprache > 400 Sprachwissenschaft, Linguistik
400 Sprache > 490 Andere Sprachen
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-785102
Dokumenten-ID78510

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