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Retroaktive Hemmung: Kein Einfluss der Kategorisierungsart - konzeptuell versus phonetisch-visuell - auf die Verfügbarkeit von Informationen
Bäuml, Karl-Heinz (1991) Retroaktive Hemmung: Kein Einfluss der Kategorisierungsart - konzeptuell versus phonetisch-visuell - auf die Verfügbarkeit von Informationen. Zeitschrift für Psychologie 199, S. 177-190.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 17 Aug 2009 09:54
Artikel
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.9024
Zusammenfassung
Der Einfluß der Art der Kategorisierbarkeit von Wortmaterial - konzeptuell versus phonetisch-visuell - auf die Quelle retroaktiver Hemmung wird untersucht. Anhand des Speicherungs-Abruf-Modells von Batchelder und Riefer (1980) wird für beide Kategorienarten geprüft, ob Interpolation allein zu einer Unerreichbarkeit (Zugriffstörung) oder auch zu einer Unverfügbarkeit von Information ...
Der Einfluß der Art der Kategorisierbarkeit von Wortmaterial - konzeptuell versus phonetisch-visuell - auf die Quelle retroaktiver Hemmung wird untersucht. Anhand des Speicherungs-Abruf-Modells von Batchelder und Riefer (1980) wird für beide Kategorienarten geprüft, ob Interpolation allein zu einer Unerreichbarkeit (Zugriffstörung) oder auch zu einer Unverfügbarkeit von Information (Spurenzerfall) führt. Es werden zwei Experimente zum freien Erinnern durchgeführt. Den Versuchspersonen werden 1 - 5 Listen von jeweils 25 Wörtern präsentiert. Die einzelnen Listen bestehen in Experiment 1 aus 10 konzeptuell kategorisierbaren Wortpaaren und 5 Einzelwörtern, in Experiment 2 aus 10 phonetisch-visuell kategorisierbaren Wortpaaren und 5 Einzelwörtern. Die Analyse der
Daten zeigt, daß in beiden Experimenten die Daten gut durch das Modell beschreibbar sind. Die Ergebnisse
weisen für beide Kategorisierungsarten auf eine Unerreichbarkeit von Information hin bei gleichzeitiger
Verfügbarkeit derselben. Die Art der Kategorisierbarkeit hat somit keinen Einfluß auf die Quelle retroaktiver Hemmung. Ein statistischer Vergleich der beiden Experimentalbedingungen für alle Interpolationsbedingungen zeigt, daß die Art der Kategorisierbarkeit jedoch einen Einfluß auf die Speicherung der Information hat: phonetisch-visuelle Kategorien werden mit geringerer Wahrscheinlichkeit
gespeichert als konzeptuelle Kategorien. Sie hat im wesentlichen jedoch keinen Einfluß auf die Erreichbarkeit
der Information.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Artikel |
| Titel eines Journals oder einer Zeitschrift | Zeitschrift für Psychologie |
| Verlag: | Hogrefe |
|---|---|
| Band: | 199 |
| Seitenbereich: | S. 177-190 |
| Datum | 1991 |
| Institutionen | Humanwissenschaften > Institut für Psychologie > Lehrstuhl für Psychologie IV (Entwicklungs- und Kognitionspsychologie) - Prof. Dr. Karl-Heinz Bäuml |
| Stichwörter / Keywords | Retroaktive Hemmung , konzeptuelle Kategorisierung , phonetisch-visuelle Kategorisierung , Speicherungs-Abruf-Modell , Zugriffsstörung , Spurenzerfall , Retroactive inhibition , conceptual categorisation , phonetical-visual categorisation , storage-retrieval model , storage loss , retrieval failure |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 100 Philosophie und Psychologie > 150 Psychologie |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-90240 |
| Dokumenten-ID | 9024 |
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