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Kontextabhängiger Erwerb von Arten- und Formenkenntnissen im Biologieunterricht des Gymnasiums
Goller, Helmut (2002) Kontextabhängiger Erwerb von Arten- und Formenkenntnissen im Biologieunterricht des Gymnasiums. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 22 Apr 2002 13:40
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.9913
Zusammenfassung (Deutsch)
Grundkenntnisse der biologischen Vielfalt erlangen im Zusammenhang mit der Diskussion ökologisch-umweltlicher, genetischer und evolutionsbiologischer Fragestellungen eine zunehmende Bedeutung. Dennoch ist die Arten- und Formenkenntnis von Jugendlichen und Erwachsenen stark defizitär. Untersuchungen aus anderen Fächern legten die Vermutung nahe, dass das Interesse an pflanzlichen und tierischen ...
Grundkenntnisse der biologischen Vielfalt erlangen im Zusammenhang mit der Diskussion ökologisch-umweltlicher, genetischer und evolutionsbiologischer Fragestellungen eine zunehmende Bedeutung. Dennoch ist die Arten- und Formenkenntnis von Jugendlichen und Erwachsenen stark defizitär. Untersuchungen aus anderen Fächern legten die Vermutung nahe, dass das Interesse an pflanzlichen und tierischen Formen und auch der Erwerb von Arten- und Formenkenntnissen im Biologieunterricht vom unterrichtlichen Kontext der formenkundlichen Inhalte abhängt.
Eine auf dieser Annahme basierende empirische Feldstudie, durchgeführt über drei Jahre an insgesamt 645 Schülern des Gymnasiums im Alter von 11 bis 14 Jahren, erbrachte folgende Ergebnisse:
Das Interesse am Kennenlernen pflanzlicher und tierischer Formen war im Schnitt in einem lebensweltlichen oder ökologisch-umweltlichen Kontext groß, in einem systematisch-morphologischen Kontext eher gering. Bezogen auf die Geschlechter zeigten sich in der Interessenverteilung kaum nennenswerte Unterschiede.
Sowohl Jungen als auch Mädchen erzielten durch formenkundlichen Unterricht in einem lebensweltlichen oder ökologisch-umweltlichen Kontext die höchsten, in einem systematisch-morphologischen Kontext die geringsten Lerngewinne (kurzfristig) und Behaltenseffekte (längerfristig).
Mädchen zeigten bezüglich pflanzlicher und tierischer Formen unter lebensweltlichem Kontext höheres Interesse und bessere Behaltenseffekte als Jungen.
Kontextabhängiger formenkundlicher Unterricht im Freiland erzielte höhere Lerngewinne und Behaltenseffekte als im Klassenzimmer.
Formenkundlicher Unterricht in einem lebensweltlich-ökologischen und systematisch-morphologischen Kontext hatte keinen Einfluss auf die Lerngewinne in einem der beiden Kontexte.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
In the discussion of ecological-environmental, genetic or evolutional questions basic knowledge in biodiversity is getting increasingly important. However, the knowledge of all members of society, young and old, about plants and animals is extremely poor. From studies carried out in other subjects, we may suppose that the interest in learning about plants and animals as well as the acquisition ...
In the discussion of ecological-environmental, genetic or evolutional questions basic knowledge in biodiversity is getting increasingly important. However, the knowledge of all members of society, young and old, about plants and animals is extremely poor. From studies carried out in other subjects, we may suppose that the interest in learning about plants and animals as well as the acquisition of biological knowledge depends on the contextual embedding of the instruction.
For three years this has been evaluated in an empirical study with 645 high school students
(11 to 14 years old):
On average a high interest in studying plants and animals was found in the context of everyday or true to life experiences. A systematic-morphological context was rated as low interesting. There was almost no variety in the interests of boys and girls.
Boys as well as girls achieved the highest knowledge acquisition studying plants and animals in a context of everyday or true to life experiences both in the short and long term. The lowest acquisition of knowledge was obtained in a systematic-morphological context.
In the context of everyday or true to life experiences girls were more interested in learning about plants and animals and achieved greater knowledge acquisition than boys in the long term.
Students learning about plants and animals in a certain context outdoors achieved a greater knowledge acquisition than in the classroom.
The combination of everyday-ecological and systematic-morphological experiences while learning about plants and animals had no effect on the knowledge acquisition in one of the contexts.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 21 April 2002 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Bernd Starosta |
| Tag der Prüfung | 18 März 2002 |
| Institutionen | Biologie und Vorklinische Medizin > Institut für Zoologie > Zoologie/Evolutionsbiologie (Prof. Dr. Jürgen Heinze) |
| Stichwörter / Keywords | Biologieunterricht , Art , Form , Gymnasium , Kontext , Artenkenntnis , Formenkenntnis , Biodiversität , biology , plants , animals , high school , context |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 500 Naturwissenschaften und Mathematik > 570 Biowissenschaften, Biologie |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-opus-680 |
| Dokumenten-ID | 9913 |
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