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Experimentelle Untersuchung zur Ablenkungswirkung von Sekundäraufgaben während zeitkritischer Fahrsituationen
Praxenthaler, Michael (2003) Experimentelle Untersuchung zur Ablenkungswirkung von Sekundäraufgaben während zeitkritischer Fahrsituationen. Dissertation, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 22 Dez 2003 13:11
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.10147
Zusammenfassung (Deutsch)
Im Straßenverkehr zeigt es sich immer wieder, dass konkurrierende Informationen, die bspw. über Informationssysteme im Fahrzeuginnenraum vermittelt werden, gerade während zeitkritischer Situationen die menschlichen Kapazitätsgrenzen zur Auswahl, Aufnahme und Verarbeitung von Information überschreiten. In der hier vorliegenden Arbeit werden zunächst die Fahreranforderungen in zeitkritischen ...
Im Straßenverkehr zeigt es sich immer wieder, dass konkurrierende Informationen, die bspw. über Informationssysteme im Fahrzeuginnenraum vermittelt werden, gerade während zeitkritischer Situationen die menschlichen Kapazitätsgrenzen zur Auswahl, Aufnahme und Verarbeitung von Information überschreiten. In der hier vorliegenden Arbeit werden zunächst die Fahreranforderungen in zeitkritischen Fahrsituationen aus Sicht der menschlichen Informationsverarbeitung erarbeitet und die verkehrspsychologische Forschung gezielt daraufhin untersucht, warum sich derartige Situationen als Unfallschwerpunkte erweisen.
Im experimentellen Teil dieser Arbeit wird zunächst die zeitkritische Fahrsituation �Spurwechsel� einer eingehenden Analyse in Hinsicht auf das Fahr- bzw. Sicherungsverhalten unterzogen. Die Versuchspersonen werden in einer Fahrsimulationsstudie gezielt in Situationen gebracht, während derer sie zeitkritische Manöver beim Spurwechsel, Überholen oder auch Einfädeln durchlaufen. Das beobachtete Sicherungsverhalten stellt sich sehr heterogen dar, dennoch können neben unterschiedlichen Fahrertypen auch einige charakteristische Verhaltensmuster ausgemacht werden.
Im Untersuchungsabschnitt 2 werden die Auswirkungen gezielter Ablenkung auf das Fahrerverhalten während des Spurwechsels untersucht. Es zeigen sich kaum Unterschiede hinsichtlich Länge oder Dauer der Sicherungsblicke. Jedoch kann nachgewiesen werden, dass seltener Wechsel zwischen den einzelnen Blickorten auftreten und die Ablenkung somit zu einer Veränderung der Informationsaufnahme führt.
Im Untersuchungsabschnitt 3 wird zwischen einer Ablenkungs- (der Fahrer kann den Zeitpunkt der Aufgabenbearbeitung nicht frei wählen) und einer Abwendungsbedingung (der Fahrer kann sich der Nebenaufgabe zuwenden, sofern die Verkehrssituation dies zulässt) unterschieden. Die gewonnenen Ergebnisse liefern Aufschluss darüber, wann Informationsmanagement-Systeme im Fahrzeug die Darbietung von Informationen unterbrechen sollten, da der Fahrer aufgrund des Verkehrsgeschehens ausgelastet ist.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Information that is brought to the driver via in-car information systems can overstrain the human ability to select and process information especially during time-critical situations like e.g. lane change manoeuvres. In the present dissertation the driver�s demand during these manoeuvres is analyzed based on findings on human information processing. Furthermore a short literature review gives ...
Information that is brought to the driver via in-car information systems can overstrain the human ability to select and process information especially during time-critical situations like e.g. lane change manoeuvres. In the present dissertation the driver�s demand during these manoeuvres is analyzed based on findings on human information processing. Furthermore a short literature review gives answers why these situations prove to be accident-prone.
In three simulator studies the driving and glance behavior of 15 subjects during time-critical situations is being analyzed. Furthermore the subjects are being visually distracted during some of these situations. In one experimental condition the subjects are distracted by incoming telephone calls, in the other condition they are able to voluntarily turn their attention to the secondary task when possible.
The results show that there are no differences in the frequency or duration of mirror glances between the control and distraction condition. But there is evidence that there are changes in information processing as the glance behavior becomes more inert when the drivers are distracted during the time-critical situations. Thus, there are important consequences for future information management systems which should help the driver in demanding situations by controlling the information flow brought to the driver via in-car information systems.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Hochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation) |
| Datum | 21 Dezember 2003 |
| Begutachter (Erstgutachter) | Prof. Dr. Alf Zimmer |
| Tag der Prüfung | 3 Dezember 2003 |
| Institutionen | Humanwissenschaften > Institut für Psychologie > Entpflichtete oder im Ruhestand befindliche Professoren > Lehrstuhl für Psychologie (Allgemeine und Angewandte Psychologie) - Prof. Dr. Alf Zimmer |
| Stichwörter / Keywords | Psychologie , Angewandte Psychologie , Ergonomie , Experimentelle Psychologie , Ablenkung , Abwendung , Fahrzeugforschung , Fahrsimulation , Fahrerbeanspruchung , Workload , Psychology , Applied Psychology , Ergonomics , Driver Distraction , Workload |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 100 Philosophie und Psychologie > 150 Psychologie |
| Status | Veröffentlicht |
| Begutachtet | Ja, diese Version wurde begutachtet |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-opus-3272 |
| Dokumenten-ID | 10147 |
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