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Kiehl, Katrin

Risikofaktoren für Essstörungen unter besonderer Berücksichtigung medialer Einflussfaktoren

Kiehl, Katrin (2011) Risikofaktoren für Essstörungen unter besonderer Berücksichtigung medialer Einflussfaktoren. Dissertation, Universität Regensburg.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 28 Mrz 2011 08:10
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.19703


Zusammenfassung (Deutsch)

Hauptanliegen dieser Studie war es, spezifische Risikofaktoren für Essstörungen unter besonderer Berücksichtigung medialer Einflussfaktoren (Präsentation des Schlankheitsideals) an einer Stichprobe deutscher junger Frauen zu untersuchen. Dazu wurden im Rahmen von drei Studien insgesamt 458 Studentinnen der Universität Regensburg im Alter zwischen 18 und 25 Jahren während der Wintersemester ...

Hauptanliegen dieser Studie war es, spezifische Risikofaktoren für Essstörungen unter besonderer Berücksichtigung medialer Einflussfaktoren (Präsentation des Schlankheitsideals) an einer Stichprobe deutscher junger Frauen zu untersuchen. Dazu wurden im Rahmen von drei Studien insgesamt 458 Studentinnen der Universität Regensburg im Alter zwischen 18 und 25 Jahren während der Wintersemester 2007/2008 und 2008/2009 untersucht.
In Studie 1 wurde in einer Fragebogenerhebung (Querschnittdesign) der Zusammenhang zwischen verschiedenen, empirisch bestätigten Risikofaktoren und retrospektiven Korrelaten für Essstörungen sowie deren Zusammenhang mit allgemeinen und essstörungsspezifischen psychopathologischen Auffälligkeiten untersucht. Eine Hochrisiko- und eine Niedrigrisikogruppe für Essstörungen wurden hinsichtlich dieser Variablen verglichen. Die eingesetzte Fragebogenbatterie umfasste einen soziodemografischen Fragebogen, die Weight Concern Scale, das Eating Disorder Inventory-2, die Frankfurter Selbstkonzeptskalen, den Eating Disorder Examination-Questionnaire, das Beck-Depressions-Inventar-II, den Fragebogen zum Figurbewusstsein sowie die Symptomcheckliste von Derogatis.
In Studie 2 wurde in einem quasi-experimentellen Design mittels eines Computerexperiments überprüft, inwieweit das Vorliegen eines hohen Risikos für Essstörungen mit der Beeinflussbarkeit junger Frauen durch Medien und dem durch diese transportierten Schlankheitsideal in Verbindung gebracht werden kann. Folgende Fragebögen kamen zum Einsatz: eine Skala zur Messung von Consumer Sophistication, Visuelle Analogskalen, die Modifizierte Version der Differentiellen Affekt- Skala, ein „Manipulationscheck-Fragebogen“, das Eating Disorder Inventory-2, ein Fragebogen zur Attraktivitätsorientierung und ein „Naivitätscheck-Fragebogen“.
Mittels eines qualitativen Episodischen Interviews nach Flick wurden in Studie 3 Hochrisiko- und Niedrigrisikofrauen für Essstörungen über diverse Risikofaktoren befragt.
Die Ergebnisse der drei Studien stützen im Großen und Ganzen die Vorbefunde zahlreicher quantitativer und qualitativer Studien aus dem Bereich der Risikofaktorenforschung für Essstörungen. Die untersuchten Hochrisikofrauen für Essstörungen wiesen mehr Risikofaktoren auf als die Niedrigrisikofrauen und zeigten sich im Allgemeinen auch anfälliger für mediale Einflüsse. Davon abweichende Befunde sowie methodische Stärken und Schwächen der jeweiligen Studie werden diskutiert.

Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)

The main topic that this study was concerned with was the investigation of specific risk factors for eating disorders with special consideration of the influence of the media (presentation of pursuit of thinness) based on a random sample of young German women. For this purpose, a total of 458 female students from Regensburg University aged between 18 and 25 were investigated in three studies ...

The main topic that this study was concerned with was the investigation of specific risk factors for eating disorders with special consideration of the influence of the media (presentation of pursuit of thinness) based on a random sample of young German women. For this purpose, a total of 458 female students from Regensburg University aged between 18 and 25 were investigated in three studies during winter semesters 2007/2008 and 2008/2009.
In Study 1, a questionnaire-based survey (cross-sectional design) was used to investigate the connections between different, empirically confirmed risk factors and retrospective correlates for eating disorders as well as the connection between these and general as well as eating-disorder-specific psychopathological peculiarities. A comparison was made between a high-risk group for eating disorders and a low-risk group with respect to these variables. The set of questionnaires comprised a socio-demographic questionnaire, the Weight Concern Scale, the Eating Disorder Inventory-2, the Frankfurt Self-Concept Scales, the Eating Disorder Examination Questionnaire, the Beck Depression Inventory II, the questionnaire on figure consciousness as well as the Symptom Checklist of Derogatis.
In Study 2, a quasi-experimental design was employed involving a computer experiment to check to what degree the existence of a high risk of eating disorders can be connected to the degree to which young women are influenced by the media and by the pursuit of thinness these convey. The following questionnaires were used: a scale for measuring consumer sophistication, visual analogue scales, the modified version of the Differential Affect Scale, a “Manipulation Check Questionnaire”, the Eating Disorder Inventory-2, a questionnaire on attractiveness orientation and a “Naivety Check Questionnaire”.
In Study 3, high-risk and low-risk women were asked about various risk factors using a qualitative episodic interview as defined by Flick.
The results of the three studies largely support the previous findings of numerous quantitative and qualitative studies from the area of risk factor research relating to eating disorders. The investigated women at high risk of eating disorders showed more risk factors than the low-risk women and also showed themselves to be generally more susceptible to media influences. Findings deviating from this as well as methodological strengths and weaknesses of the respective studies are discussed.


Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartHochschulschrift der Universität Regensburg (Dissertation)
Datum28 März 2011
Begutachter (Erstgutachter)Prof. Dr. Helmut Lukesch und Prof. Dr. Jürgen Zulley
Tag der Prüfung16 Februar 2011
InstitutionenHumanwissenschaften > Institut für Psychologie > Entpflichtete oder im Ruhestand befindliche Professoren > Lehrstuhl für Psychologie VI (Pädagogische Psychologie und Medienpsychologie) - Prof. Dr. Helmut Lukesch
ThemenverbundNicht ausgewählt
Stichwörter / KeywordsEssstörungen, Risikofaktoren, Einflüsse der Medien, Schlankheitsideal
Dewey-Dezimal-Klassifikation100 Philosophie und Psychologie > 150 Psychologie
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-197034
Dokumenten-ID19703

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