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Horn, Wolfgang

Die Marienvesper von Joseph Riepel (1709–1782)

Horn, Wolfgang (2019) Die Marienvesper von Joseph Riepel (1709–1782). In: Schiltz, Katelijne, (ed.) Musikalische Schätze in Regensburger Bibliotheken. Regensburger Studien zur Musikgeschichte, 13. ConBrio, Regensburg, S. 251-269. ISBN 978-3-940768-82-7.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 28 Okt 2019 14:14
Buchkapitel


Zusammenfassung

Der originellste und heute in Fachkreisen zweifellos bekannteste Musiker Regensburgs war ein Österreicher mit dem Namen Joseph Riepel, der kurz vorzustellen ist, damit das im Folgenden betrachtete Werk und dessen Quellen angemessen eingeordnet werden können. Riepel interessiert heute in erster Linie als Musikschriftsteller, Kompositionslehrer, Theoretiker. Wenn man Kompositionen von ihm zeigt und ...

Der originellste und heute in Fachkreisen zweifellos bekannteste Musiker Regensburgs war ein Österreicher mit dem Namen Joseph Riepel, der kurz vorzustellen ist, damit das im Folgenden betrachtete Werk und dessen Quellen angemessen eingeordnet werden können. Riepel interessiert heute in erster Linie als Musikschriftsteller, Kompositionslehrer, Theoretiker. Wenn man Kompositionen von ihm zeigt und anschaut – und natürlich auch spielt –, so sollte das aber nicht in der einst üblichen herablassenden Haltung geschehen, die ein weiteres Mal demonstrieren möchte, dass ein Theoretiker eben nicht komponieren könne, weil die graue Theorie den grünen Baum des Lebens zum Verdorren bringt. Das ist ein unsinniges Vorurteil. Sicher: poeta nascitur, und dasselbe gilt auch weitgehend für den Komponisten. Das geordnete Nachdenken über Musik aber, das man Musiktheorie nennen kann, setzt Intelligenz und Neugier voraus, die zur Kreativität keineswegs im Widerspruch stehen. Was gäben wir darum, mehr Worte von Bach, Beethoven oder Brahms über Musik zu haben, diese flüchtige Kunst, die sich den schlichten Begriffen des Alltags entzieht! Von Riepel haben wir Worte über Musik, und wir haben eben auch Musik aus seinem Geiste, die durch seine Feder aufs Papier gebannt wurde. Es ist von ganz besonderem Reiz, wenn man über das Denken eines Künstlers im Medium der Sprache wie im Medium der Musik noch heute im wahrsten Sinne des Wortes »nach-denken« kann.


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Details

DokumentenartBuchkapitel
ISBN978-3-940768-82-7
Buchtitel:Musikalische Schätze in Regensburger Bibliotheken
Verlag:ConBrio
Ort der Veröffentlichung:Regensburg
Sonstige Reihe:Regensburger Studien zur Musikgeschichte
Band:13
Seitenbereich:S. 251-269
Datum2019
InstitutionenPhilosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften > Institut für Musikwissenschaft
Dewey-Dezimal-Klassifikation700 Künste und Unterhaltung > 780 Musik
StatusVeröffentlicht
BegutachtetJa, diese Version wurde begutachtet
An der Universität Regensburg entstandenJa
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-409275
Dokumenten-ID40927

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