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Fischbach, A. ; Brunner, M. ; Krauss, Stefan ; Baumert, J.

Die Bezugsnormorientierung von Mathematiklehrkräften am Ende der Sekundarstufe I: Konvergenz verschiedener Messverfahren und Wirkung auf motivational-affektive Aspekte des Mathematiklernens und Leistung?

Fischbach, A., Brunner, M., Krauss, Stefan und Baumert, J. (2015) Die Bezugsnormorientierung von Mathematiklehrkräften am Ende der Sekundarstufe I: Konvergenz verschiedener Messverfahren und Wirkung auf motivational-affektive Aspekte des Mathematiklernens und Leistung? Journal for Educational Research Online 7 (3), S. 3-27.

Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 10 Aug 2016 09:10
Artikel
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.34248


Zusammenfassung

Lehrkräfte unterscheiden sich in den Normen, die sie zur Bewertung von Schülerleistungen heranziehen. Bisherige Studien zeigten, dass eine individuelle Bezugsnormorientierung der Lehrkraft positive Effekte auf die Entwicklung von Schülermotivation und -leistung hat. Wir untersuchten die Generalisierbarkeit früherer Befunde anhand von längsschnittlichen Daten (9. und 10. Klasse) der COACTIV-Studie ...

Lehrkräfte unterscheiden sich in den Normen, die sie zur Bewertung von Schülerleistungen heranziehen. Bisherige Studien zeigten, dass eine individuelle Bezugsnormorientierung der Lehrkraft positive Effekte auf die Entwicklung von Schülermotivation und -leistung hat. Wir untersuchten die Generalisierbarkeit früherer Befunde anhand von längsschnittlichen Daten (9. und 10. Klasse) der COACTIV-Studie (NSchüler = 2465; NLehrkräfte = 106).
Hierzu analysierten wir die Effekte von multimethodal und mehrperspektivisch erfasster Bezugsnormorientierung auf die Entwicklung zentraler Aspekte der Lernmotivation und der Leistung im Fach Mathematik getrennt für die Schulformen Gymnasium und Realschule. Korrelationsanalysen wiesen darauf hin, dass die verschiedenen Maße zur Erfassung von Bezugsnormorientierung höchstens moderat über Methoden oder Perspektiven hinweg konvergierten. Analysen hierarchisch linearer Modelle zeigten, dass insgesamt viele affektiv-motivationale Schülermerkmale nur geringe Variabilität auf Klassenebene aufwiesen. Effekte von Bezugsnormorientierungen auf die Entwicklung von Motivation und Leistung waren klein, meist statistisch nicht signifikant, sowie inkonsistent für verschiedene Erhebungsmethoden und Schulformen. Zukünftige Forschung sollte Probleme bei der Modellierung und Messung der Bezugsnormorientierung sowie die Analyse von Effekten der Lernumwelt bei nur geringer Variabilität auf der Klassenebene stärker in den Blick nehmen.



Beteiligte Einrichtungen


Details

DokumentenartArtikel
Titel eines Journals oder einer ZeitschriftJournal for Educational Research Online
Verlag:Waxmann
Band:7
Nummer des Zeitschriftenheftes oder des Kapitels:3
Seitenbereich:S. 3-27
Datum2015
InstitutionenMathematik > Prof. Dr. Stefan Krauss
Stichwörter / KeywordsBezugsnormorientierung; PISA; Mehrebenenmodelle; Schulische Leistungsbeurteilung
Dewey-Dezimal-Klassifikation300 Sozialwissenschaften > 370 Erziehung, Schul- und Bildungswesen
500 Naturwissenschaften und Mathematik > 510 Mathematik
StatusVeröffentlicht
BegutachtetUnbekannt / Keine Angabe
An der Universität Regensburg entstandenZum Teil
URN der UB Regensburgurn:nbn:de:bvb:355-epub-342485
Dokumenten-ID34248

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