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Standards zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
Monographie
Dworschak, Wolfgang
, Baysel, Katharina und Hackl, Karin
(2024)
Standards zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung.
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.80359
Zusammenfassung
„[Jede] Standardisierung entspricht einer Gratwanderung zwischen Freiheit und Ordnung, zwischen Individualisierung und Verallgemeinerung, zwischen System und Mensch. Standardisierung bedeutet Formalisierung, sie erweitert Inhalte und Rahmenbedingungen als Vorgabe für alle“ (Zürcher, 2010, S. 8). Dieses Zitat von Zürcher macht das Spannungsfeld deutlich, in dem sich diese Handreichung zur ...
„[Jede] Standardisierung entspricht einer Gratwanderung zwischen Freiheit und Ordnung, zwischen Individualisierung und Verallgemeinerung, zwischen System und Mensch. Standardisierung bedeutet Formalisierung, sie erweitert Inhalte und Rahmenbedingungen als Vorgabe für alle“ (Zürcher, 2010, S. 8). Dieses Zitat von Zürcher macht das Spannungsfeld deutlich, in dem sich diese Handreichung zur Standardisierung des Feststellungsverfahrens im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung (GE) bewegt und verleitet zur Frage, ob eine Standardisierung dem Bemühen, den individuellen Förderbedarf eines Kindes oder Jugendlichen zu erfassen, nicht zuwiderläuft. Diese Frage greift jedoch zu kurz, da sie Standardisierung als Standardisierung der Kinder und Jugendlichen missversteht. Die vorliegende Handreichung möchte nicht Kinder und Jugendliche in standardisierte „Schubladen“ stecken, sondern richtet ihren Fokus auf den Prozess der Feststellung und die Anwendung wissenschaftlicher Kriterien bei der Feststellung, mit dem Ziel der Individualität der Kinder und Jugendlichen möglichst nah zu kommen und dieser möglichst gerecht zu werden. Mit Hilfe eines standardisierten Feststellungsprozesses sollte es gelingen, jedem Kind Zugang zu Lernangeboten zu eröffnen, die seinen Ausgangsbedingungen und seiner Leistungsfähigkeit entsprechen. Ohne die Problematik klassifizierender Zuschreibungsprozesse auszublenden, dient die frühe und sorgfältige Feststellung besonderer Förderbedarfe dazu, angemessene Lernangebote zu entwickeln und Bildungs- und Teilhabemöglichkeiten frühzeitig zu erschließen.
(Sonder-)Pädagogik kann es auf diese Weise gelingen, einer möglichen zusätzlichen Behinderung durch fehlende Förderangebote vorzubeugen und leistet damit einen wichtigen Beitrag im Sinne tertiärer Prävention (Neuhäuser, Steinhausen, Häßler & Sarimski, 2013, S. 24). Das frühe Erkennen und das angemessene Interpretieren von Entwicklungsauffälligkeiten muss als Voraussetzung für das Gelingen dieser Aufgabe angesehen werden. Die vorliegenden Standards zur Feststellung des
sonderpädagogischen Förderbedarfs im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung verstehen sich als ein Beitrag, der die Erfüllung dieses (sonder-)pädagogischen Auftrags ermöglicht.
Beteiligte Einrichtungen
Details
| Dokumentenart | Monographie (Nicht ausgewählt) |
| Open Access Art | Primärpublikation |
| Seitenanzahl | 130 |
| Datum | 18 Juli 2024 |
| Veröffentlichungsdatum | 22 Sep 2026 06:27 |
| Institutionen | Humanwissenschaften > Institut für Bildungswissenschaft Humanwissenschaften > Institut für Bildungswissenschaft > Lehrstuhl für Pädagogik Humanwissenschaften > Institut für Bildungswissenschaft > Lehrstuhl für Pädagogik bei geistiger Behinderung einschließlich inklusiver Pädagogik - Prof. Dr. Wolfgang Dworschak |
| Stichwörter / Keywords | Förderbedarf Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, Standards, StaFF, Förderplan, Fördermaßnahmenplan, Feststellungsverfahren |
| Dewey-Dezimal-Klassifikation | 300 Sozialwissenschaften > 370 Erziehung, Schul- und Bildungswesen |
| Status | Unbekannt / Keine Angabe |
| Begutachtet | Unbekannt / Keine Angabe |
| An der Universität Regensburg entstanden | Ja |
| URN der UB Regensburg | urn:nbn:de:bvb:355-epub-803593 |
| Dokumenten-ID | 80359 |
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