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Vom Burghölzli nach Hollywood: Die Rezeption C. G. Jungs in den USA
Wilhelm, Moritz (2023) Vom Burghölzli nach Hollywood: Die Rezeption C. G. Jungs in den USA. Zulassungsarbeit, Universität Regensburg.Veröffentlichungsdatum dieses Volltextes: 22 Mai 2023 08:01
Hochschulschrift der Universität Regensburg
DOI zum Zitieren dieses Dokuments: 10.5283/epub.54134
Zusammenfassung (Deutsch)
Die Art und Weise, in der heute in vielen Hollywood-Filmen Geschichten erzählt werden, ist eng mit den Konzepten C. G. Jungs verwoben: Kern und Ausgangspunkt dieses Zusammenhangs ist Jungs Hypothese des kollektiven Unbewussten und der dort verankerten Muster und Erfahrungen, die Jung unter dem Begriff Archetypen zusammenfasst. Der Weg dieser Hypothese zeigt zahlreiche Entwicklungslinien, von ...
Die Art und Weise, in der heute in vielen Hollywood-Filmen Geschichten erzählt werden, ist eng mit den Konzepten C. G. Jungs verwoben: Kern und Ausgangspunkt dieses Zusammenhangs ist Jungs Hypothese des kollektiven Unbewussten und der dort verankerten Muster und Erfahrungen, die Jung unter dem Begriff Archetypen zusammenfasst.
Der Weg dieser Hypothese zeigt zahlreiche Entwicklungslinien, von denen eine in den USA über den Professor und Mythenforscher Joseph Campbell und den Autoren Christopher Vogler zu Regisseuren wie George Lucas und Darren Aronofsky verläuft.
Wie und unter welchen Bedingungen wurde Jung also in den USA wahrgenommen, und wie hat sich diese Wahrnehmung entwickelt?
Ausgehend von der Rezeption durch Joseph Campbell und Christopher Vogler wird dabei zunächst folgende Fragestellung untersucht: Wie entwickeln sich Jungs Hypothesen von einem ursprünglich analytisch-psychologischen Konzept zu einem synthetisch-angewandten Werkzeug für Hollywood-Drehbuchautoren?
Da Campbell und Vogler eine relativ späte Rezeptionslinie darstellen, wird aufbauend untersucht, wie und unter welchen Umständen Jungs Ideen schon zu seinen Lebzeiten im Sinne eines transnationalen Wissenstransfers von der Schweiz in die USA gelangten: Wie wurden räumliche und sprachliche Grenzen überwunden, welche Netzwerke und Multiplikatoren lagen diesem Prozess zugrunde? Welches Bild wurde der US-amerikanischen Öffentlichkeit von C. G. Jungs Persönlichkeit vermittelt?
Die Ergebnisse erfassen Kontinuitäten und Brüche innerhalb der gesamten Rezeptionslinie, belegen für die Rezeption ausschlaggebende Verbindungen Jungs ins US-amerikanische Philanthropie-Milieu und zeigen Schnittpunkte von Aspekten gesellschaftlicher Wahrnehmung in den USA und Konzepten C. G. Jungs hinsichtlich einer Psychologie des Selbst.
Übersetzung der Zusammenfassung (Englisch)
Modern-style narrative in Hollywood movies and the concepts of psychiatrist Carl Jung are closely linked: Point of departure is Jung’s theory of the collective unconscious, as well as his concept of archetypes. These theories of Jung’s were percieved and adopted in various stages, one leading from scholar Joseph Campbell to screenwriters like Christopher Vogler and directors like George Lucas ...
Modern-style narrative in Hollywood movies and the concepts of psychiatrist Carl Jung are closely linked: Point of departure is Jung’s theory of the collective unconscious, as well as his concept of archetypes.
These theories of Jung’s were percieved and adopted in various stages, one leading from scholar Joseph Campbell to screenwriters like Christopher Vogler and directors like George Lucas and Darren Aronofsky
The question introduced is: How and under which circumstances has Carl Jung been percieved and adopted in the Unites States, and how did perception and adoption come about?
Further, drawing from Joseph Campbells’s and Christopher Vogler’s take on Jung’s ideas: How did Jungs ideas evolve from concepts deeply rooted in psychology and psychoanalysis to patterns used all commonly and frequently by contemporary Hollywood screenwriters?
As Campbell and Vogler constitute a rather late stage, it is further considered how and under which circumstances Jung’s ideas took a trans-national leap across borders and continents already during Jung’s lifetime: How were spatial gaps and language barriers overcome, how did networks and disseminators shape this process, and how and in which way was Carl Jung presented to the US-American public?
The results highlight changes and continuities within the stage Campbell to Vogler, verify Jungs connections to US-American Philanthropy and mark decisive intersections between a perception of social reality in the US and the very ideas of Carl Jung, both regarding the psychology of self.
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